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Record: oai:ARNO:504027

AuthorC. Kerbert
TitleMitteilungen über Zaglossus
JournalBijdragen tot de Dierkunde
Volume19
Year1913
Issue1
Pages165-184
ISSN0067-8546
AbstractIn den Sitzungen der „Nederlandsche Dierkundige Vereeniging” d.d. 25 März und 30 Sept. 1911 und in der biologischen Abteilung des „XVe Vlaamsch Natuur- en Geneeskundig Congres” zu Oostende am 10en Sept. 1911 (1) war ich in der Lage kurze Mitteilungen zu machen über zwei Langschnabeligel (Zaglossus Gill; Proechidna Gervais), die am 7en Sept. 1910 resp. am 5en Sept. 1911 im Zoologischen Garten der hiesigen Königlichen Zoologischen Gesellschaft „Natura Artis Magistra” lebend eingeführt waren 1). Ausserdem veröffentlichte ich kürzlich eine vorläufige Mitteilung über die allgemeinen Ergebnisse meiner Zaglossus-Studien (2). Die beiden betreffenden Individuen stammen vom Niederländischen Teile der Insel Neu-Guinea, und zwar von Fak-Fak (ein Geschenk des Herrn Militär-Arztes J. Chr. Baggelaar) und präsentirten sich durch den grossen, nach unten gebogenen Schnabel (Rostrum), zweitens durch die grössere Länge des Körpers und schliesslich durch die Dreizahl der Krallen an jedem Fusse sofort als typische Vertreter der Gattung Zaglossus Gill ²).
Der erste Langschnabeligel wurde im Jahre 1876 durch W. Peters und G. Doria bekannt. Diese Forscher gaben wenigstens eine Beschreibung des unvollständigen Schädels (ohne Unterkiefer) einer Ameisenigel-Art vom nördlichen Neu-Guinea und zwar nach beider Ansicht einer Tachyglossus-Art (Tachyglossus I11. = Echidna Cuv.). Zu Ehren des Kaufmannes Herrn A. A. Bruyn in Ternate, des Schenkers des Schädels an das Museum in Genua, wurde die neue Art als Tachyglossus Bruynii Peters et Doria in die Wissenschaft eingeführt (3). Die genannten Forscher waren über die nahe Verwandtschaft des betreffenden Schädels mit denen der beiden damals bekannten Echidna-Arten (E. aculeata typica Shaw und E. aculeata setosa Geoff.) nicht in Zweifel, doch sahen auch sofort ein, dass die Länge des nicht geraden, sondern gebogenen Rostrum ein Unterschied bildete zwischen den beiden schon bekannten Species und der neuen Art. Der Schädel stammte von einem Tiere „a quattro gambe, con coda, grande come un cane, col pelo lungo e molte duro”, gefangen im Arfakgebirge, wo die Papuas — nach einer brieflichen Mitteilung des Herrn de Bruyn an Beccari — begleitet von ihren Hunden, auf die sonderbaren Tiere Jagd machen, deren Fleisch sie sehr lieben sollen („che tale animale non „era raro sul monte Arfak dove si nasconde in piccole grotte e che i Papua lo cacciavano „coi cani, amando molto di cibarsi della sua carne” 1). Die übrigen Körperteile der neuen Schnabeligel-Art von Neu-Guinea waren also den beiden Forschern und der Wissenschaft unbekannt, bis Paul Gervais im Jahre 1877 Gelegenheit hatte, zwei Individuen einer Schnabeligel-Art zu untersuchen, welche ebenfalls durch Vermittelung des Herrn Bruyn zu Ternate im Karongebirge (M. 1150) auf Neu-Guinea gefangen und durch einen Herrn Léon Laglaize ²) nach Paris gebracht waren.
Document typearticle
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