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Record: oai:ARNO:504351

AuthorJohannes Lepiksaar
TitleZahnwalfunde in Schweden
JournalBijdragen tot de Dierkunde
Volume36
Year1966
Issue1
Pages3-16
ISSN0067-8546
AbstractDaß eine Tiergruppe pelagischer Anpassung, wie die Zahnwale, in den mit dem Ozean nur mittelbar, via Nordsee, in Verbindung stehenden Küstenmeeren Schwedens eine weit bescheidenere Rolle spielt als an der atlantischen Küste Europas, ist natürlich und vorauszusetzen. Von 23 europäischen Arten sind für Schweden bis jetzt nur 14, die meisten als seltene Irrgäste, festgestellt worden. Desto mehr man sich dabei längs der Küste von der Nordsee entfernt, desto geringer wird die Anzahl. Schon an der Westküste sinkt sie von 14 im Skagerrak bis nur 9 Arten im Kattegatt. In der Ostsee hat man an der Südküste zuerst noch 8, an der Ostküste 4 und im Bottnischen Meerbusen endlich nur 2 (Abb. 1).
Als heimische, zu allen Jahreszeiten öfters antreffbare Bewohner kann man für die Westküste nur zwei Arten nennen — den ziemlich häufigen Schweinswal (Phocaena phocoena) und den weit selteneren Langfinnendelphin ( Lagenorhynchus albirostris). Das große Brackwassergebiet der Ostsee hat nur den Schweinswal allein heimisch. Der größte Teil seines Bestandes verläßt jedoch in der Regel dieses Gebiet für die Winterzeit. Seine Wanderzüge von und zu der Ostsee sind den Küstenbewohnern, besonders der Öresundgegend und der Südküste seit altem wohlbekannt und wurden an dazu geeigneten Stellen, wie Ravlunda an der Ostküste von Schonen (LINNAEUS, 1751) oder Torekov und die Laholmbucht im Südostteil des Kattegattes (NILSSON, 1847), noch im vorigen Jahrhundert zum Fang dieser Kleinwale ausgenutzt (Abb. 2). Im Gegensatz zu der herbstlichen Schweinswalsjagd in den dänischen Sunden geschah dies hier hauptsächlich während der Früjahrwanderung der Tiere.
Document typearticle
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