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Record: oai:ARNO:508350

AuthorHans Hallier
TitleBeiträge zur Kenntnis der Thymelaeaceen und ihrer natürlichen Umgrenzung
JournalMededeelingen van 's Rijks Herbarium, Leiden
Volume44
Year1922
Issue1
Pages1-31
ISSN1570-3223
AbstractAls mehr oder weniger scharfe Unterscheidungsmerkmale zwischen den fünf Aquilarieen-gattungen Aquilaria LAM., Gyrinopsis DCNE., Brachythalamus GILG, Gyrinops GAERTN. und Lachnolepis MIQ. wurden bisher verwendet: 1) das entweder kurz glockenförmige oder zu einer langen engen Röhre verlängerte sogen. Rezeptakel; 2) die fünf einfachen oder bis ± zum Grunde in je zwei Schuppen geteilten freien oder zu einem kahlen oder behaarten Ring verwachsenen Kronblätter; 3) das Vorhandensein oder Fehlen der fünf Kronstaubblätter; 4) der sitzende oder ± lang gestielte Fruchtknoten; 5) der 2-fächerige oder mit 2 ± vorspringenden Parietalplazenten versehene Fruchtknoten. Man kann dem versuchsweise noch hinzufügen die entweder inmitten des unversehrten (weil kurz glockigen) Rezeptakels stehende oder seitlich aus einem Längsspalt des dann meist, aber nicht immer verlängerten Rezeptakels heraushängende Kapsel.
Schon nach den vorhandenen Beschreibungen vergegenwärtigen aber die vier von GILG anerkannten Gattungen im wesentlichen nur die vier möglichen Kombinationen der unter 4 und 3 genannten Unterscheidungsmerkmale. Denn Gyrinopsis hat die fünf Kronstaubblätter von Aquilaria, aber das röhrenförmige Rezeptakel von Gyrinops und wird daher schon in BENTH. et HOOK., Gen. pl. III, 1 (1880) S. 200 als „genus Gyrinopsem cum Aquilaria arcte connectens” bezeichnet. Umgekehrt hat Brachythalamus nur die fünf Kelchstaubblätter, gleich Gyrinops, aber das kurz glockige Rezeptakel von Aquilaria und fünf einfache, freie, sehr dicht bewimperte Kronblätter, wie sie auch bei Lachnolepis und nach GILG in ENGLER u. PRANTL, Nat. Pflanzenf. III, 6a S. 223 (1894) bei Aquilaria vorkommen. Auch sagt GILG in den Bot. Jahrb. XXVIII, 2 (1900) S. 146 von seiner A. tomentosa aus Neuguinea, dass sie „in den vegetativen Teilen eine auffallende Übereinstimmung mit Br. podocarpus GILG (gleichfalls aus Neuguinea) zeigt.”
Document typearticle
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