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Record: oai:ARNO:508353

AuthorsW.A. Goddijn, J.W.C. Goethart
TitleEin künstlich, erzeugter Bastard, Scrophularia Neesii Wirtg. X S. vernalis L
JournalMededeelingen van 's Rijks Herbarium, Leiden
Volume15
Year1913
Issue1
Pages1-10
ISSN1570-3223
AbstractIm Herbst 1910 schenkten wir dem hiesigen „Rijks Herbarium” reichliches Herbarmaterial des in der Überschrift genannten Bastardes, welches bald darauf an verschiedene Botaniker und Institute verteilt wurde. Auf den beigelegten Etiketten wurde nach „Mededeelingen van ’s Rijks Herbarium No. 15” verwiesen, weil wir damals meinten, die Versuche, womit wir beschäftigt waren und welche nebenbei zur Erzeugung unseres Bastardes führten, bis zum Erscheinen derselben zum Abschluss bringen und in der genannten Nummer der „Mededeelingen” veröffentlichen zu können. Spätere Beobachtungen veranlassten uns, die Versuche viel weiter auszudehnen und so ist es jetzt noch nicht möglich, darüber zu berichten. Der Ankündigung auf den erwähnten Etiketten wegen, sei aber in dieser Nummer der „Mededeelingen” dennoch eine Beschreibung des Bastardes gegeben, welche sonst wohl nicht für sich allein publiziert wäre.
In FOCKE’S „Pflanzenmischlinge” werden überhaupt keine Bastarde innerhalb der Gattung Scrophularia erwähnt und H. STIEFELHAGEN ¹) giebt 1910an : „Ueber Bastardbildung bei Scrophularia ist bis jetzt sogut wie gar nichts bekannt, und es sind auch keinerlei Versuche angestellt worden, Hybride zu erzielen.” Es war also wenig wahrscheinlich, dass es gelingen würde, zwei so verschiedene Arten, wie S. Neesii WIRTG. ¹) und S. vernalis L., erfolgreich zu kreuzen, umsomehr als auch die Blütezeiten der beiden Arten weit auseinander liegen. Letzteres war aber, wie sich alsbald herausstellte, für die Bestäubung kein Hindernis, da unser Material der S. vernalis nach der in den ersten Frühling fallenden Hauptblütezeit noch fortwährend, bis in den Herbst hinein, an basalen Seitenzweigen eine genügende Anzahl von Blüten bildete. Der Erfolg der in ziemlich grossem Maasstabe ausgeführten Bestäubungen war wider Erwarten ein besonders guter, denn es wurden in reichlicher Menge keimfähige Samen des Bastardes gewonnen. Ueberhaupt stellte es sich im weitern Verlauf unserer Untersuchung heraus, dass eine Anzahl verschiedener Arten, worüber wir später zu berichten gedenken, sich verhältnissmässig leicht hybridisieren lässt. Da eine Analyse des Bastardes nicht bezweckt wurde, haben wir weder die Reinheit der Eltern untersucht, noch auch die von verschiedenen Elternpaaren erhaltenen Bastarde getrennt gehalten. Uniformität der Bastardgeneration war daher wohl kaum zu erwarten und es traten in der Tat dabei mancherlei Differenzen auf, welche aber selbstredend nicht näher gedeutet werden können.
Document typearticle
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