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Record: oai:ARNO:508369

AuthorHans Hallier
TitleÜber frühere Landbrücken, Pflanzen- und Völkerwanderungen zwischen Australasien und Amerika
JournalMededeelingen van 's Rijks Herbarium, Leiden
Volume13
Year1912
Issue1
Pages1-32
ISSN1570-3223
AbstractIn einer Studie über „die Zusammensetzung und Herkunft der Pflanzendecke Indonesiens” ¹) bin ich u.a. zu folgenden Ergebnissen gelangt. Indonesien, Australien und Polynesien müssen ehedem eine mächtige australasische Halbinsel gebildet haben, welche von vorwiegend concentrischen Gebirgszügen begrenzt und durchzogen war und deren Ostnordostrand durch die jetzigen Sandwich- und Paumotu-inseln gebildet wurde. Diese Halbinsel versank allmählich oder auch in periodischen Erschütterungen von Osten nach Westen zu in ’s Meer, in der Weise, dass die Tieflandgürtel zwischen den Gebirgszügen zuerst unter dem Meeresspiegel verschwanden und die Kette Tasmanien, Neuseeland, Neukaledonien, Luisiaden, Neuguinea, Molukken, Celebes, Philippinen, Formosa z.B. noch einen Pflanzenaustausch zwischen China und Polynesien gestattete, nachdem sie bereits vom ostaustralischen Gebirgsbogen durch einen Meeresgürtel getrennt war. Ähnliche, aber gegenwärtig gleichfalls bereits in Inseln aufgelöste Gebirgsbögen sind ja auch der ganzen Ostküste Asiens vorgelagert.
In noch älterer Zeit war diese australasische Halbinsel durch eine breite Landbrücke mit Amerika verbunden. Der Nordrand derselben verlief etwa von Südjapan über die Sandwich- und Revilla-Gigedoinseln nach Niederkalifornien; ihr Südrand aber scheint sich noch südlich der Gesellschafts- und Paumotu-inseln von Tasmanien über die Aucklands-, Campbell-, Antipoden- und Chatham-inseln direkt bis nach der Osterinsel, Sala y Gomez, Juan Fernandez und Südchile erstreckt zu haben.
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