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Record: oai:ARNO:508523

AuthorR. van Eecke
TitleStudien über indo-australische Lepidopteren. Fauna Simalurensis
JournalNotes from the Leyden Museum
Volume36
Year1914
Issue3/4
Pages193-258
ISSN1872-9231
AbstractDer Zweck systematischer Studien ist zunächst der, eine Ordnung zu schaffen, die es uns ermöglicht, die gegenseitige Beziehungen der aufgefundenen mannigfaltigen Bildungen zu übersehen. Da die moderne Zoologie auf dem Boden der Deszendenztheorie steht, so haben die Systematiker das Bestrehen die Verwandtschaft der Formen festzustellen und zur Einteilung alles heranzuziehen, was über den Bau der Tiere bekannt wird. Die Anatomie, Embryologie und Morphologie müssen zusammenhalten. Auch beim Auffinden von systematischen Merkmalen, hat man alles zu berücksichtigen, was zum richtigen Begriff der Spezies dienlich ist.
Dieser Begriff „Spezies” ist ein Problem, das jeder Systematiker in der Praxis einigermassen für sich löst. Die Lösungen sind individuell und dadurch verschieden, aber diejenigen sind immer am besten, welche auf nicht bloss morphologischen Charakteren basiert sind. Für mich können weder die Farbe, noch die Zeichnung wirkliche spezifische Bedeutung haben; sie können nur sekundär in Betracht kommen und werden in praktischer Weise verwendet um den Namen eines Tieres annähernd zu finden. Für die Bestimmungssystematik sind die morphologischen Merkmale Hauptsache, aber weiter darf man nicht gehen. Auf diese Weise, also durch Bestimmung von Sammlern, die die Insekten, namentlich die Lepidopteren, ungenügend kennen, haben sich eine Menge Fehler eingeschlichen und es ist eine Synonymik entstanden, welche nun das System trüben. Die Anatomie soll und hat schon viele Verwirrungen aufgeklärt. Leider sind zur Zeit unsere Kenntnisse der Anatomie der verschiedenen Familien noch gering, und es werden viele Jahre vergehen, bis wir auf lepidopterologischem Gebiete weiter gekommen sind. Doch giebt es schon viele Forscher, welche uns die Richtung gezeigt haben. Dass die meisten Lepidopteren-Sammler nicht folgen, rührt daher, dass sie die Exemplare ihrer Sammlung nicht beschädigen wollen. Die Untersuchung von Organen, welche zur Beurteilung der Spezies notwendig ist, wird auch immer viel grössere Sicherheit schaffen als eine nur äusserliche Beobachtung.
Document typearticle
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