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Record: oai:ARNO:508804

AuthorEdw. Jacobson
TitleZur Verfertigung der Gespinnstnester von Polyrhachis bicolor Sm. auf Java
JournalNotes from the Leyden Museum
Volume30
Year1908
Issue1
Pages63-67
ISSN1872-9231
AbstractIn dem Bande XXV (1905), Note IX (pp. 133—140), teilte ich einen Brief von Herrn Edw. Jacobson über das Spinnvermögen von Polyrhachis dives Sm. (Java) mit. Seither hat Doflein im Biolog. Centralblatt, 1905, N°. 15 (S. 497— 507) interessante Detailbeobachtungen darüber geboten, wie Oecophylla smaragdina F. auf Ceylon die zerrissenen Gespinnstnester mittelst ihrer Larven wieder zusammenspinnt, die sie dabei als „Spinnrädchen” gebraucht. Dadurch sind Ridley’s und Holland’s ältere Beobachtungen für diese Ameise vollauf bestätigt worden. Ueber dasselbe Verfahren bei der australischen „grünen Baumameise” Oecophylla virescens F.) berichtete Dodd 1) aus Australien schon 1902. Genau so verfährt auch die afrikanische Oecophylla longinoda Ltr. nach den Beobachtungen von P. H. Kohl 2), Missionar am oberen Congo. Ein Teil der Ameisen zieht die Ränder der auseinaudergerissenen Blätter des Gespinnstnestes mit ihren Beinen und Mandibeln wieder zusammen, worauf andere Arbeiterinnen mit je einer Larve im Maule erscheinen und die Blätter durch die aus dem Munde der Larve tretenden Gespinnstfäden wieder verbinden. Nach Dr. E. Göldi’s Beobachtungen in Parà 1) verfertigt der amerikanische Camponotus senex Sm. seine Gespinnstnester auf dieselbe Weise mittelst der Larven. Karawaiew 2) untersuchte 1906 die Spinndrüsen der Larven von Polyrhachis Mülleri auf Java und äusserte die Vermutung, dass auch sie mittelst ihrer Larven Gespinnstnester verfertige.
Im Juli 1907 sandte mir Herr Edw. Jacobson das auf einem Palmenblatte angelegte Gespinnstnest einer Polyrhachis aus Batavia zu, sammt den Ameisen, die ich als Polyrhachis bicolor Sm. bestimmte. Die Beobachtungen, die Herr Jacobson in seinem Briefe beifügte, gebe ich hier mit nur wenigen Kürzungen wieder: „Es scheint, dass die Zunft der Weber unter den tropischen Ameisen zahlreiche Mitglieder zählt. Um so mehr muss es Wunder nehmen, dass die Beobachtungen über spinnende Ameisen erst aus den letzten 17 Jahren stammen. Als Arten, welche die Webekunst ausüben, sind bis jetzt bekannt: Oecophylla smaragdina, O. virescens, O. longinoda), Camponotus senex, Polyrhachis dives. Ich kann Ihnen schon wieder eine interessante Mitteilung machen über Ameisen, welche mittels ihrer Larven spinnen, wie ich selbst beobachtet habe, und von welchen ich Ihnen das Material heute zuschicke.
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