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Record: oai:ARNO:509465

AuthorE.D. van Oort
TitleUeber einen sirenenwirbel aus dem Serro Colorado auf Aruba
JournalSammlungen des Geologischen Reichs-Museums in Leiden. Serie 2, Beiträge zur Geologie von Niederländisch West-Indien und angrenzender Gebiete
Volume2
Year1901
Issue1
Pages164-168
AbstractVor einiger Zeit erhielt das Leidener Museum einige Fossilien, worunter verschiedene Steinkerne von Lamellibranchiaten, Bruchstücke von Rippen und drei Wirbel, welche in den Phosphoriten des Serro Colorado gefunden sind ¹). Letzterer liegt an der S. O. Ecke der westindischen Insel Aruba.
Einer dieser Wirbel, von denen freilich nur die Wirbelkörper erhalten sind, ist vor allem bemerkenswerth. Es ist ein Säugetierwirbel, dessen beide Gelenkflächen sehr wenig eingedrückt sind und in der Mitte eine kleine, die Lage des Chordarestes bezeichnende Öffnung zeigen. Die hintere Gelenkfläche ist besser erhalten als die vordere, von der beiderseits der Rand abgebrochen ist, sodass die spongiöse Knochenstruktur hervortritt. Die Breite des Wirbelkörpers ist erheblich grösser als seine Höhe und beträgt an der hinteren Gelenkfläche 60 mm. Die Höhe beträgt in der Mitte der hinteren Gelenkfläche gemessen 37 mm; sie nimmt nach den Seiten bis zu 42 mm zu, worauf der obere Rand allmählig in die Rundung des Seitenrandes übergeht. Von oben zeigt der Wirbelkörper deutlich die Anheftungsfläche des Neuralbogens; dieser ist unmittelbar am Wirbelkörper abgebrochen, und die Bruchfläche zeigt beiderseits einen sichelförmigen Umriss, dessen vordere Hälfte der Längsaxe des Wirbels parallel verläuft, während die hintere Hälfte nach aussen umbiegt. Vom Neuralbogen an fällt der Körper ziemlich steil nach den Querfortsätzen ab, welche beide ebenfalls nahe am Körper abgebrochen sind, deren Richtung sich aber besonders rechts noch deutlich erkennen lässt. Die Querfortsätze lagen mit dem Körper nicht in einer gemeinschaftlichen Horizontalebene, sie waren vielmehr etwas nach unten gerichtet; es lässt sich indessen nicht mehr bestimmen, ob sie senkrecht zur Längsaxe der Wirbel standen oder vielleicht nach vorne oder hinten gerichtet waren. Die Lage der Querfortsätze ist dem Vorderrande genähert; ihre Basis, gemessen an der linken Bruchfläche, war 29,5 mm breit; ihre Höhe, welche sich rechts besser messen liess, betrug dort 11 mm. Die Länge des Wirbelkörpers, seitlich vom Vorder- bis zum Hinterrande gemessen, beträgt ungefähr 45 mm. An der Unterseite trägt der Wirbel einen wenig hervortretenden, medianen Längskamm; zu Seiten desselben ist er eingedrückt. Diese Endrücke sind so stark, dass der Wirbelkörper in seitlicher Ansicht in der unteren Hälfte tief concav erscheint. An den beiden Gelenkflächen ist der Oberrand in der Mitte nur sehr wenig einwärts gebogen, während der Unterrand eine tiefe V-förmige Ausschweifung in der Mitte besitzt.
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