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Record: oai:ARNO:509543

AuthorFr. Vogel
TitleBeiträge zur Kenntnis der mesozoischen Formationen in Borneo
JournalSammlungen des Geologischen Reichs-Museums in Leiden. Serie 1, Beiträge zur Geologie Ost-Asiens und Australiens
Volume7
Year1902
Issue1
Pages208-220
AbstractDas Gestein, von dessen schlecht erhaltenen Fossilien die besten in Folgendem beschrieben werden sollen, ist ein grünlich-grauer Sandstein von sehr ungleichem Korn, das von Stecknadelkopf- bis zu Linsengrösse wechselt. Vereinzelt finden sich in demselben verschiedenartige Steinchen von Nussgrösse, mehr noch zeigen die Bruchflächen Grübchen, aus denen scheinbar solch gröbere Steinbrocken beim Zerschlagen herausgefallen sind. Herr Wing Easton, dessen Sammeleifer uns schon mehrfach die Kenntnis mesozoischer Sedimente in Borneo vermittelte, hatte die Güte mir auf Befragen mitzuteilen, dass die Sandsteine, die mir der äusseren Gestalt wegen Geröll zu sein schienen, aus losen Blöcken stammen, welche in der Diamantgrube Bana oder Singang am Landakfluss gefunden seien. Sie scheinen demnach dort nicht mehr an ursprünglicher Lagerstätte zu liegen. Herr Wing Easton hält diesen Sandstein einem anderen für nahestehend, der am Wasserfall des Pangsi zu Tage tritt und der nicht älter als Kreide sei. Nach einer mündlichen Mitteilung des Herrn Dr. P. G. KRAUSE jedoch, welcher jene anderen Sandsteine bearbeitet und die mir vorliegenden gesehen hat, geben die Fossilien keinen Anlass eine nähere Verwandtschaft dieser Gesteine anzunehmen.
Leider ist die Erhaltung der zahlreichen Fossilien derart, dass nur wenige ihrer Gattung nach bestimmt, werden konnten, und die vereinzelten, welche Merkmale darboten, die allenfalls eine Speciesbestimmung zugelassen hätten, konnten mit bisher bekannten nicht identificiert werden, obgleich wohl der grösste Teil der Schriften über das Mesozoicum zu diesem Zweck verglichen wurde. — Alle Fossilien sind als Steinkern und Abdruck vorhanden, nur ganz selten lassen die letzteren bei den geringfügigen Mengen feinen schlammartigen Materials innerhalb der grobkörnigen Sandsteine etwas mehr als grobe Skulptur erkennen, und dann ist solche äusserst leicht zerstört und verträgt insbesondere nicht die Abnahme eines Abdrucks. Auch die Steinkerne, besonders der Gastropoden, zeigen grosse Neigung zu Sand zu zerfallen.
Document typearticle
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