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Record: oai:ARNO:509561

AuthorE.D. van Oort
TitleEin Beitrag zur Kenntniss von Halitherium (Lendengegend, Becken und Zungenbeinkörper)
JournalSammlungen des Geologischen Reichs-Museums in Leiden. Neue Folge
Volume2
Year1895
Issue1
Pages95-106
ISSN1879-7814
AbstractZu den neueren Erwerbungen des Leidener Museums gehört ein fast vollständiges Skelet des Halitherium Schinzi KAUP von Flonheim, wovon einige Teile nach angestelltem Vergleich mit den noch lebenden verwandten Formen zu nachstehenden Mitteilungen Anlass geben.
Von den jetzt noch lebenden Sirenen besitzt Manatus das am meisten rudimentäre Becken. Es besteht aus zwei platten, vierseitigen Knochenstücken, die in der Medianlinie mit einander verbunden und nur durch Bandmasse an der Wirbelsäule befestigt sind. Bei einem Skelete von Manatus australis von 2,25 m Totallänge, im Leidener Zoologischen Museum befindlich, liegen beide Knochenstücke ungefähr in einer Ebene, welche mit der Wirbelsäule einen fast rechten Winkel bildet. Die Bandmasse, an welcher das Becken hängt, ist an der Unterseite des ersten mit Haemapophysen versehenen Wirbelkörpers befestigt, sowie an derjenigen des vorne sich anschliessenden Wirbels, an welchem diese unteren Bogen fehlen. Zwischen dem letzten rippentragenden und dem ersten mit unteren Bogen versehenen Wirbel liegen 8 Wirbel, von welchen der erste die kleinsten, der letzte die grössten Querfortsätze trägt. Von diesen Lumbalwirbeln sind nicht immer 8 vorhanden; bisweilen beträgt ihre Zahl nach MURIE ¹) nur 2. Von Sacralwirbeln kann man bei Manatus nicht mehr sprechen, da keine iliovertebrale Verbindung mehr besteht. Bei obengenanntem Skelet liegt das Becken gerade unter den Wirbeln, an welchen es befestigt ist, während die richtige Lage im Körper mehr kopfwärts ist, ungefähr zwischen dem zweiten und dritten Lumbalwirbel, wie aus der Abbildung, die MURIE ²) vom inneren Bau des Manatus giebt, hervorgeht. Aus dieser Abbildung ist auch die geneigte Lage, die das Becken gegenüber der Wirbelsäule hat, zu ersehen, und zwar liegt es derartig, dass der vordere Winkel, den es mit der Wirbelsäule macht, stumpf, der hintere spitz ist. In beiden Skeleten von Manatus americanus, die VROLIK ³) beschreibt, folgen hinter den rippentragenden Wirbeln nur zwei andere, welche nicht im Besitze von Haemapophysen sind und somit als Lendenwirbel betrachtet werden müssen; unter diesen liegen, zwischen den Querfortsätzen, die Beckenknochen. An welchen Wirbeln die Beckenknochen befestigt sind, ist nicht bestimmt zu ersehen. Die Beckenknochen des Manatus variiren in Grösse und Form ausserordentlich; nicht nur weichen diejenigen der alten Männchen ganz von denen der alten Weibchen und die alter Tiere von denen junger Tiere ab, sondern sogar bei demselben Individuum ist die Beckenhälfte der linken Seite bisweilen verschieden von derjenigen der rechten.
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