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Record: oai:ARNO:534705

AuthorE.C. Wassink
TitleUeber den Grenzhorizont in Niederländischen Hochmooren
JournalMededelingen van het Botanisch Museum en Herbarium van de Rijksuniversiteit te Utrecht
Volume64
Year1939
Issue1
Pages502-508
ISSN2352-5754
AbstractDer stratigraphische Aufbau der grossen Hochmoore in den Niederlanden, besonders derjenigen in den nördlichen Teilen des Landes, zeigt im allgemeinen die bekannte Zweiteilung des Hochmoortorflagers. Der ältere Hochmoortorf ist meist stark zersetzt. Neben Resten von Sphagnum werden auch solche von anderen Pflanzen, besonders von Eriophorum, darin gefunden. Nach oben geht dieses Torflager allmählich in den sogen. Grenztorf über. Dieser Grenztorf zeichnet sich meist durch einen grossen Reichtum an Eriophorum aus, während auch viele Heidereste darin enthalten sind. Ueber diesem Grenztorf folgt mit meist scharfem Uebergang der jüngere Hochmoortorf. Dieser ist meist ein fast reiner, wenig zersetzter Sphagnumtorf, worin grobblätterige Bleichmoosarten vorherrschen.
Es ist besonders der Verdienst C. A. Webers gewesen, erkannt zu haben, dass diese Schichtenfolge aus der natürlichen Entwicklung eines Hochmoores nicht zu verstehen ist und einer besonderen Erklärung bedarf. Weber suchte dafür Anschluss an die Theorie der postglazialen Klimaänderungen von Blytt und Sernander. Die wesentlichen in seiner Anschauung enthaltenen Elemente sind folgende. Der ältere Hochmoortorf ist in der warmfeuchten atlantischen Periode entstanden; seine Konstitution wäre anfänglich von der des jüngeren Hochmoortorfes nicht sehr verschieden gewesen. Dann folgte eine ca. 1000 Jahre dauerende Trockenperiode im Subboreal, worin Heide und Wollgras auf den Mooren wuchsen und den Grenztorf bildeten. Dieser Grenztorf ist ist also nach Weber eine Trockenbildung. Durch die Einwirkung der atmosphärischen Einflüsse während dieser Trockenperiode sei der ältere Hochmoortorf zersetzt worden und habe seine heutige Konstitution erhalten. Nach Ende des Subboreals wurde das Klima erneut feuchter und auch kühler, was zur Bildung des jüngeren Hochmoortorfes führte. Weber hat zeitlebens an diese Anschauung festgehalten (17, 18).
Document typearticle
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