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Record: oai:ARNO:534768

AuthorJ. Lanjouw
TitleÜber die verwendung des begriffes „varietät” in taxonomischen arbeiten
JournalMededelingen van het Botanisch Museum en Herbarium van de Rijksuniversiteit te Utrecht
Volume3
Year1932
Issue1
Pages36-46
ISSN2352-5754
AbstractWenn man bei dem Studium von Monographien und sonstigen systematischen Arbeiten darauf achtet, in welcher Weise die verschiedenen Autoren den Begriff „Varietät” benutzen, bemerkt man sofort, wie in dieser Hinsicht grosze Willkür herrscht. Nicht nur ist die Begrenzung des Begriffes sehr variabel (cf. Danser, Du Rietz) sondern auch der Wert, welchen man ihm beimisst, und zwar besonders in Hinsicht auf die Frage, ob in bestimmten Fällen wohl ein genetischer Zusammenhang zwischen Art und Varietät besteht oder nicht. Dazu kommt speziell in der letzten Zeit noch ein dritter Faktor hinzu, der Verwirrung hervorruft. Diesen findet man in der experimentellen Methode, welche die Arteinheiten kennen zu lernen ermöglicht (cf. Turesson, Du Rietz). Diese Methode gebraucht nämlich zum Teil die gleichen Begriffe, wie die beschreibende Systematik. Meiner Ansicht nach dürfen wir nun nicht mehr in dieser Weise fortfahren; wir müssen vielmehr zur Übereinstimmung kommen in Bezug auf die Trennung der Methoden der experimentellen und der beschreibenden Systematik. Es ist die Aufgabe des nächsten botanischen Kongress, hier eine entscheidende Regelung zu treffen, damit wir nicht in einigen Jahren vor unentwirrbaren Schwierigkeiten stehen. Darum will ich meinen Standpunkt in dieser Hinsicht hier auseinandersetzen.
Die unmittelbare Veranlassung zu der vorliegenden Arbeit ist in mündlichen und schriftlichen Angriffen verschiedener Systematiker auf meinen Standpunkt, den ich in meiner Doktorarbeit (Lanjouw 1931) hinsichtlich des Gebrauches der Varietät genuina eingenommen habe, gelegen. Dort habe ich auf S. 4 behauptet, dass es unlogisch ist, innerhalb einer Art eine Var. genuina usw. zu unterscheiden. Ich habe diese Meinung auch noch festgelegt in der ersten These, von der hier die Uebersetzung folgt: „Es ist verwirrend und unrichtig, eine Art ganz in Varietäten zu zerlegen. Eine Varietät darf man nur annehmen, wenn sie sich von einer wirklich bestehenden Art unterscheidet, und diese letzte darf man nicht Var. genuina usw. nennen”. Wie schon gesagt, ist diese Meinung späterhin bestritten worden, und weil diese Frage von allgemeinem Belang ist für den Begriff „Varietät”, komme ich hier darauf zurück.
Document typearticle
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